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Sonntag, 2. August 2020

Unter Gottes Schutz


Moin zusammen

Sommerzeit, Vertretungszeit.

Heute durfte ich in Unterbarmen-Süd Pfarrer Seim vertreten. Auch in dieser Gemeinde hat Corona für eine neue Form des Gottesdienstes gesorgt.

Auch wenn das auf Abstand sitzen und nicht singen dürfen immer noch gewöhnungsbedürftig (aber richtig) ist, dem Charakter des Gottesdienstes hat es nicht geschadet. Wir durften wunderbarer Musik von Leon lauschen und gemeinsam Gott die Ehre geben.

Die Predigt hatte Psalm 121 als Grundlage.

Vielleicht wollt ihr sie ja nachlesen. Hier auf dem Blog oder auf der Gemeindehomepage der Kirchengemeinde Unterbarmen-Süd.

Bleibt gesund und behütet
Fröhliche Grüße
Bernd


Lieber Vater, schenk uns ein Herz für dein Wort und dein Wort für unser Herz. Amen 

Liebe Gemeinde,

bis vor zwei Wochen war ich noch im Urlaub. Der erste dieses Jahr. Eigentlich wollte ich ja schon vor Ostern im wunderschönen Oberallgäu sein, aber wir wissen ja alle, was damals dazwischen kam. Vielen wird es wie mir und meiner lieben Frau gegangen sein. An Urlaub in Obermaiselstein oder anderen Lieblingsorten war nicht zu denken. Wer, wie ich, das Glück hat, einen eigenen Garten zu haben, der hat sich dort niedergelassen. Ich habe noch nie so früh im Jahr soviel Gartenarbeit erledigt. Und der Holzvorrat für den Kamin ist mittlerweile auch für die nächsten Winter gespalten und gestapelt. Bei gutem Wetter lag ich in meiner Hängematte und habe gelesen. Reisebeschreibungen oder Krimis, je nach Lust und Laune. Manche Menschen werden  vielleicht eher in ihrer Wohnung mit oder ohne Balkon gesessen und frische Luft und andere Gedanken in den wunderschönen Wuppertalern Parks gesucht haben. Wieder andere litten und leiden unter beengten Wohnverhältnissen. Von meiner Frau, die Grundschullehrerin ist, weiß ich, wie schwierig die Zeit für manche Familien in beengten Wohnungen gewesen ist. 

Uns allen gemeinsam ist aber hoffentlich die Sehnsucht nach Gottes Wort. Ich habe uns einen Psalm mitgebracht, der für mich gut in diese Gemengelage von Urlaub, Corona und Alltag hineinpasst.

Psalm 121. Ich lese die Neue Genfer Übersetzung.  

1 Ein Wallfahrtslied, gesungen auf dem Weg hinauf nach Jerusalem.

Ich richte meinen Blick empor zu den Bergen – woher wird Hilfe für mich kommen?

2 Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde geschaffen hat.

3 Er bewahrt deine Füße vor dem Stolpern; er, dein Beschützer, schläft niemals.

4 Ja, der Beschützer Israels schläft und schlummert nicht!

5 Der Herr behütet dich, der Herr spendet dir Schatten und steht dir bei,

6 damit dich am Tag die Sonne nicht sticht und in der Nacht der Mond dir nicht schadet.

7 Der Herr wird dich behüten vor jedem Unheil, er bewahrt dein Leben.

8 Der Herr behütet dich, wenn du gehst und wenn du kommst – jetzt und für alle Zeit. 

Wie so oft habe ich uns drei Gedanken dazu mitgebracht.

1. Berge 

„Ich richte meinen Blick empor zu den Bergen“

Im Urlaub genieße ich das; aus der Ferienwohnung auf die Berge schauen. Sonnenkopf, Heidelbeerkopf, Schnippenkopf, Entschenkopf, Nebelhorn, Rubihorn. Ich könnte noch viel mehr Berge aufzählen, auf die mein Blick fällt. Eine Sehnsucht befällt mich, wenn ich nur an sie denke. Und obwohl ich so viele davon schon erwandert habe freue ich mich jedes Mal neu sie zu sehen und nochmals zu erklimmen.

Ein freudiger Blick ist das empor zu diesen Bergen.

Doch einer dieser Berge lässt mich innehalten. Der Entschenkopf. Zweimal wollte ich auf seinen Gipfel, zweimal bin ich umgekehrt. Einmal sogar nur 50 Höhenmeter vom Gipfel entfernt. Aber mir war es nicht geheuer alleine durch eine Nebelwand zu schreiten. Vielleicht den Weg nicht mehr zu finden, einen falschen Schritt zumachen. 

Für mich ist das symbolhaft für Begebenheiten in meinem Leben. Manchmal stand und stehe ich noch vor einem Berg von Schwierigkeiten, von Herausforderungen, wie man heute sagt. Ich versuche diese anzugehen. Will mich aussprechen mit jemandem, will mein Verhalten ändern, will mehr Jesus nachfolgen. Aber immer dann, wenn ich denke, jetzt habe ich es geschafft, fehlen mir oft die letzten entscheidenden Schritte, falle ich doch zurück in meine alten Verhaltensmuster. Dann richte ich meinen Blick empor zu den Problemen und komme mir so klein und unbeholfen vor.

Dabei weiß ich doch von dem Blick auf die Berge, das da genug sind, die ich bezwungen habe. Die mir trotz aller Anstrengung Freude bereitet haben. Das Rubihorn zum Beispiel. Zum ersten Mal mit meinen Kindern da oben sein. Im zarten Alter von vier und fünf waren die beiden. Das erste Mal auf so einem hohen Berg. Wird das gut gehen habe ich mich gefragt. Und es gab einen kurzen Moment, wo ich entscheiden musste gehen wir weiter oder kehren wir um. Nach sorgfältiger Abwägung habe ich für uns beschlossen weiter zu gehen. Und es war gut so. Noch heute erzählen wir gerne davon in der Familie.

Auch das ist symbolhaft für manche meiner Lebenssituationen. Entscheidungen treffen. So anstrengend das manchmal sein kann. Welche Ausbildung möchte ich machen? Ist es richtig, die Arbeitsstelle zu wechseln? Möchte ich mit dieser Frau das ganze Leben gestalten? Möchte ich Kinder in dieser Welt bekommen? Vielleicht habe ich nicht immer die richtige Entscheidung getroffen. Zumindest was die Ausbildung anbelangt könnte ich das heute hinterfragen. Aber ich bin nicht unglücklich dadurch geworden, ich bin nicht abgestürzt. Und dafür bin ich dankbar. 

Berge – auch im Leben - haben immer viel zu bieten. Mal ist es besser sie zu meiden, zurückzugehen, mal werden sie bezwungen und das damit verbundene Glücksgefühl ist fantastisch. Auf der Schwarzwasserhütte hängt ein Holzstück mit folgendem Text: „Sich selbst bezwingen – schönster Gipfelsieg!“ Das ist es. Seine eigenen Grenzen überwinden, auch wenn damit manchmal schmerzhafte  Erfahrungen von Nöten sind.

Gut das ich da nicht alleine bin. Das ich fragen darf woher wird Hilfe für mich kommen? Und noch besser, das es eine Antwort darauf gibt. 

Daher der zweite Gedanke

2. Hilfe 

„Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde geschaffen hat“.

Ist das nicht eine gute Nachricht? Meine Frage nach Hilfe bleibt nicht unbeantwortet.

Da stehe ich also vor den Bergen meines Lebens. Und weil ich manche Entscheidungen vor mir her schiebe, aus Angst vor den Konsequenzen oder einfach nur, weil ich mich nicht aufraffen kann, suche ich unwillkürlich nach jemanden, der mir bei der Entscheidungsfindung hilft.

Ich rede mit meiner Frau, mit Freunden. Wäge ab, gehe Alternativen durch. Und letztlich fehlt dann vielleicht doch die Konsequenz.

Meistens ist das ja der Moment, wo ich nach Gott frage. Da wo ich als Mensch nicht mehr weiter komme, da soll Gott einspringen und alles gut machen. Der Wallfahrer nach Jerusalem erlebt das auch. Und findet für sich heraus, dass der Herr, der Himmel und Erde geschaffen hat, Hilfestellung leistet. Nicht nur findet er es für sich heraus, er spricht es sogar aus, er teilt es allen Menschen mit. Er beschreibt, wie Gott uns vorm Stolpern, vorm Absturz bewahrt. Er beschreibt, dass das zu jeder Tages- und Nachtzeit geschieht. Gott schläft nie. 

Ich bin dem Wallfahrer dankbar, dass er mir Mut macht, auf die Hilfe Gottes zu vertrauen. Bis vor kurzem habe ich ein Armband mit den Buchstaben WWJD getragen. Jetzt ist es kaputt gegangen. Aber die Buchstaben begleiten mich weiter. WWJD. What would Jesus do. Was würde Jesus tun.

Eine Fragestellung, die mich anspricht. Meine Entscheidungen darauf ausrichten, was Jesus an meiner Stelle täte. Mich hinterfragen lassen. Mir fällt ein Hauskreisabend ein. Während der Coronazeit haben wir uns per Skype getroffen und immer einen Text aus der ‚Zwischenmahlzeit’ von Klaus-Jürgen Diehl gelesen und diskutiert. Da ging es um Hebr. 10, 35 „Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat“. Im  Vertrauen auf Jesus, auf Gott unseren Schöpfer, will ich Entscheidungen treffen. Ich will keine Angst haben, das Vertrauen nicht irgendwo im Keller abstellen und langsam aber sicher vergessen. Ich darf mir sicher sein dabei immer gut beschützt und behütet zu sein.

Ein dritter Gedanke ist der 

3. Schutz

„Ja, der Beschützer Israels schläft und schlummert nicht!“

Schattenspender, Lebenbewahrer, Allzeitbehüter. 

Aus diesem Psalm, inspiriert durch diesen Wallfahrer, müssen die irischen Segenswünsche entstanden sein. Handfest, lebensbejahend, mitten aus dem Leben gegriffen, mit Blick auf die Ewigkeit.

Kann es Schöneres geben? Die Zusage, dass Gott immer an meiner Seite ist. Es geht hier nicht um Leistung, um Bewertung oder darum, alles richtig zu machen im Leben. Es geht um das Leben an sich. Es geht um mich. Um jede einzelne Kreatur. Ich, Du, wir sind alle gleich angesprochen von den Psalmworten.

Uns wird zugesagt, dass wir jederzeit unter Gottes Obhut sind. Wir werden nicht fallen gelassen. Selbst wenn wir Gott für einige Zeit verlassen wird er bei uns sein. Uns tragen, wie in dem berühmten Gedicht ‚Spuren im Sand’. Das ist Gottes Versprechen an uns. Seine Güte und seine Gnade für uns Menschen. 

Da schließt sich jetzt der Kreis. Urlaub, Corona, Alltag. Lasst uns das alles annehmen. Annehmen aus Gottes Hand. Welche Herausforderungen auch auf uns warten, mit seinem Angebot der Hilfe und des Schutzes werden wir alle Hürden nehmen, wie David es in Psalm 18 feststellt: „Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen.“

Und so vertrauen wir darauf, dass unser Leben wieder in geregelte Bahnen kommt. Trotz Corona, trotz privater Schwierigkeiten, trotz gesellschaftlicher Veränderungen. 

Vielleicht aber braucht unser Leben gar nicht mehr in geregelte Bahnen kommen, vielleicht spiegelt sich schon lange Gottes Schutz auf all unseren Wegen. Dann freuen wir uns über das Vertrauen, das wir geschenkt bekommen haben und gerne an andere Menschen weitergeben dürfen. Damit alle mit Gott durchs Leben gehen können.

Amen 

Und der Friede Gottes, der höher ist als all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus unseren Herrn.

Dienstag, 1. Januar 2019

Im Winter zum Sonthofer Hof


Moin zusammen,

zum Jahresbeginn eine wunderschöne Winterwanderung von Sonthofen zum Sonthofer Hof.

Ausgangspunkt ist das Wonnemar. Von dort geht es den Schwarzenbach entlang hinauf nach Beilenberg. Über verschneite Wald- und Wiesenwege stetig bergan bis zur Mautstraße. Diese noch ein paar hundert Meter ansteigen und schon genießt man die tolle Aussicht und lecker Kaffee und Kuchen.

Insgesamt knapp 13 km mit 500 Höhenmetern. Wir haben inclusive langer Pause auf der Alp 5,5 h draußen verbracht.

Ein herzliches Dankeschön geht an den SC 1909 Sonthofen, der eine tolle Bewirtschaftung der Alpe auch in den Herbst- und Wintermonaten an Wochenenden bereitstellt.

Und jetzt genießt die schönen Bilder.



Fröhliche Grüße

Bernd

Sonntag, 24. Juni 2018

Wunderschöne Tour zum Rubihorn

Moin zusammen,

eine Wanderung von Reichenbach über den Gaisalptobel, die Richteralpe und dem unteren Gaisalpsee zum Rubihorn.

13,19 km, 1080 Höhenmeter in gemütlichen 10,75 h mit vielen Pausen.

Trittsicherheit, Kondition und etwas alpine Erfahrung ist sinnvoll. Bis kurz vor der Scharte, von der es nach rechts in 15 min zum Gipfel geht, ist der Weg auch für trittsichere Anfänger gut begehbar. Dann folgt eine kurze Kletterpartie mit Drahtseilsicherung. Hinter der Scharte ist die Schlüsselstelle für Menschen, die nicht gerne in die Tiefe sehen.

Das alles ist hier zu sehen:  https://youtu.be/KamBXIsXBjY

Fröhliche Grüße
Bernd


Mittwoch, 11. April 2018

Protest hat Erfolg

Moin zusammen,

im November letzten Jahres habe ich an dieser Stelle etwas über die Aktion JA zum Alpenplan geschrieben.
Seit ein paar Tagen ist der Beschluss zum Riedberger Horn und der damit verbunden Skischaukel zwischen Balderschwang und Grasgehren aufgehoben worden. Zumindest für die nächsten zehn Jahre.

Im Kreisboten Sonthofen gibt es folgenden Artikel dazu:
https://www.kreisbote.de/lokales/sonthofen/soeder-verkuendet-ueberraschende-wende-umstrittenen-projekt-9756020.html

Auch der Deutsche Alpenverein berichtet darüber:
https://www.alpenverein.de/der-dav/presse/presse-aktuell/keine-neuerschliessung-am-riedberger-horn_aid_31396.html

Mal schauen, wie sich das Gebiet rings um das Riedberger Horn in den nächsten Jahren entwickeln wird. Ich bin gespannt.

Mit fröhlichen Grüßen
Bernd


Samstag, 13. Januar 2018

Winter im Allgäu

Moin zusammen,

Impressionen von Winterwanderungen rund um Oberstdorf.
Unter anderem geht es zur Gaisalpe, nach Spielmannsau und zum Sonthofer Hof.
Auch Fischen und Obermaiselstein sind dabei.





Genießt einen wunderschönen Abend damit.

Fröhliche Grüße
Bernd

Samstag, 25. November 2017

JA zum Alpenplan

Moin zusammen,

gestern gab es eine Aktion von vielen Outdoor-Bloggern mit dem Thema:

Foto 

Dazu ist ein YouTube-Video von ulligunde. com erschienen, das kurz und knapp die Bitte um den Erhalt des Alpenplans zum Ausdruck bringt.

 

Wie manche von euch wissen, bin ich selbst oft genau in der Gegend, die jetzt für den Skitourismus aus dem bisherigen Alpenplan genommen werden soll: Grasgehren / Obermaiselstein / Nagelfluh.
Ich kann mir nicht vorstellen, das durch die Zusammenlegung der Skigebiete Grasgehren / Balderschwang dort eine dauerhafte Konkurrenz zu den österreichischen Skigebieten aufgebaut werden kann. Einige wenige Gewerbetreibende werden kurzfristig finanziell profitieren, doch auf Sicht gesehen werden alle dort finanziell verlieren. Sommergäste werden den Orten den Rücken kehren, um in natürlicher Umgebung zu wandern.

Schade - die Idee des Naturpark Nagelfluh wird ad absurdum geführt. 

Wer mehr über den Alpenplan wissen möchte ist bei ulligunde.com sehr gut aufgehoben.
Eine tolle Zusammenfassung der Aktion findet sich auch bei www.auf-den-berg.de
Mehr Infos auch #BloggerProAlpenplan

Fröhliche Grüße
Bernd



Sonntag, 26. März 2017

Von Sonthofen nach Oberstdorf - Teil 5

Moin zusammen,

alle zwei Jahre wandern Andre und ich längere Zeit durch die Allgäuer Berge. Diesmal sind wir in Sonthofen gestartet, über Sonnenkopf, Heidelbeerkopf und Schnippenkopf zur Richteralpe gewandert. Weiter über die Gaisalpseen Richtung Nebelhorn. Hinab nach Oberstdorf und hinein ins Oytal. Über Käseralp und Älpelesattel ins Dietersbachtal. Von Gerstruben wetterbedingt nach Obermaiselstein und zurück nach Oberstdorf.

Letztes Mal sind wir ja nach Obermaiselstein gelaufen statt unterhalb des Kegelkopfes zu biwakieren. Daher zum Abschluß der Wanderung der Weg von Obermaiselstein über Fischen, die Iller und den Wiesenweg entlang nach Oberstdorf. Ein kleiner Dorfrundgang, ein Aufenthalt im Kurpark und dann muss Abschied genommen werden vom Allgäu.

Viel Vergnügen beim Anschauen
Fröhliche Grüße

Bernd


Samstag, 18. März 2017

Von Sonthofen nach Oberstdorf - Teil 4

Moin zusammen,

zur Erinnerung: alle zwei Jahre wandern Andre und ich längere Zeit durch die Allgäuer Berge. Diesmal sind wir in Sonthofen gestartet, über Sonnenkopf, Heidelbeerkopf und Schnippenkopf zur Richteralpe gewandert. Weiter über die Gaisalpseen Richtung Nebelhorn. Hinab nach Oberstdorf und hinein ins Oytal. Über Käseralp undÄlpelesattel ins Dietersbachtal. Von Gerstruben wetterbedingt nach Obermaiselstein und zurück nach Oberstdorf.

Im vierten Teil wandern wir bei nicht mehr ganz so gutem Wetter zunächst zur Käseralpe, dann hinauf auf das Älpele und von dorthinab zur Dietersbachalpe.
Nach der dortigen Stärkung weiter durch das Dietersbachtal in das alte Bergbauerndorf Gerstruben und wetterbedingt sehr, sehr zügig bis nach Obermaiselstein.

Viel Vergnügen beim Anschauen
Fröhliche Grüße

Bernd


Samstag, 11. März 2017

Von Sonthofen nach Oberstdorf - Teil 3

Moin zusammen,

zur Erinnerung: alle zwei Jahre wandern
Andre und ich längere Zeit durch die Allgäuer Berge. Diesmal sind wir in
Sonthofen gestartet, über Sonnenkopf, Heidelbeerkopf und Schnippenkopf
zur Richteralpe gewandert. Weiter über die Gaisalpseen Richtung
Nebelhorn. Hinab nach Oberstdorf und hinein ins Oytal. Über Käseralp und
Älpelesattel ins Dietersbachtal. Von Gerstruben wetterbedingt nach
Obermaiselstein und zurück nach Oberstdorf.

Im dritten Teil
starten wir vom Biwak unterhalb vom Oberen Gaisalpsee über den
Geißfußsattel Richtung Nebelhorn. Da durch Bauarbeiten der Aufstieg
gesperrt und auch der Weg hinab ins Oytal über Gleitweg oder Laufbacher
Eck und Käseralpe aus restwinterlichen Gründen gesperrt ist, wandern wir
hinab zur Seealpe und weiter nach Oberstdorf. Nach einer kleinen Runde
durchs Dorf geht es über den Hohenadl-Weg ins Oytal und zum Biwak kurz
hinter der Gutenalpe.

Viel Vergnügen beim Anschauen
Fröhliche Grüße
Bernd




Samstag, 4. März 2017

Von Sonthofen nach Oberstdorf - Teil 2

Moin zusammen,
im zweiten Teil wandern wir vom Nachtlager vor dem Sonnenkopf über
Heidelbeer- und Schnippenkopf hinab zum Falkenjoch.
Von dort zur Unteren Richteralpe und nach ausgiebiger Pause hinauf zum
Unteren Gaisalpsee und zum nächsten Biwak unterhalb vom Oberen
Gaisalpsee. 
Und das alles, da Andre und ich alle zwei Jahre längere Zeit durch die Allgäuer Berge wandern. Diesmal sind wir in Sonthofen gestartet, über Sonnenkopf, Heidelbeerkopf und Schnippenkopf zur Richteralpe gewandert. Weiter über die Gaisalpseen Richtung Nebelhorn. Hinab nach Oberstdorf und hinein ins Oytal. Über Käseralp und Älpelesattel ins Dietersbachtal. Von Gerstruben wetterbedingt nach Obermaiselstein und zurück nach Oberstdorf.
Viel Vergnügen beim Anschauen
Fröhliche Grüße
Bernd

Dienstag, 21. Februar 2017

Von Sonthofen nach Oberstdorf - Teil 1

Alle zwei Jahre wandern Andre und ich längere Zeit durch die Allgäuer Berge. Diesmal sind wir in Sonthofen gestartet, über Sonnenkopf, Heidelbeerkopf und Schnippenkopf zur Richteralpe gewandert. Weiter über die Gaisalpseen Richtung Nebelhorn. Hinab nach Oberstdorf und hinein ins Oytal. Über Käseralp und Älpelesattel ins Dietersbachtal. Von Gerstruben wetterbedingt nach Obermaiselstein und zurück nach Oberstdorf.

Im ersten Teil wandern wir vom Bahnhof Sonthofen nach Beilenberg, steigen zum Sonthofer Hof auf, wandern weiter am Beilenberger Hof und Altstädter Hof vorbei und gelangen vom Hühnermoos zum Nachtlager vor dem Sonnenkopf.

Viel Vergnügen beim Anschauen
Fröhliche Grüße
Bernd

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Zur Schlappoldalp

Viele fahren ja mit der Fellhornbahn hoch und laufen dann eine knappe halbe Stunde, um auf der Schlappoldalp Rast zu machen. Das es anders geht könnt ihr hier verfolgen.

Moin zusammen,

um 9 Uhr ging es kurz vor Fastenoy los. Langsam Richtung Fellhornbahn und dann den seitlichen Waldweg Richtung Fiderepasshütte folgend.

Durch wunderschön farbigen Wald stetig bergan. Die Fahrstraße rechts liegen lassen und weiter durch den Wald/Tobelweg. Eine kurze seilversicherte Passage (familienfreundlich) und der lustige Hinweis nur allein über die Brücke zu gehen, Kinder aber an die Hand zu nehmen. Wie jetzt? Einzeln oder doch an der Hand mindestens zu zweit? Da fehlen wohl in Ermangelung des Platzes auf der Tafel ein paar Satzsequenzen ;-)


Weiter bergan bis zum nächsten Wegweiser. Hier geht es rechts ab Richtung Alpe Bierenwang und Kanzelwandhaus. Die Fahrstraße queren und weiter in gleichmäßigem Tempo durch den Wald hinauf. Der erste Rauhreif / Schnee begegnet uns.


Das ist zwar nicht ohne, aber lange nicht so anstrengend wie Asphalt laufen. In gut 1500m steht dann das Kanzelwandhaus vor uns. Unbewirtschaftet natürlich, ich meine mich zu erinnern, dass das sogar im Sommer so ist.

 Von hier ab gibt es zunächst eine asphaltierte, breite Straße bis zur Alpe Bierenwang.



Kurz danach geht es aber rechts Richtung Schlappoldsee in einen Schotterweg. Diesem immer folgen und schon taucht der Schlappoldsee auf. Zu dieser Jahreszeit sogar schon ganz leicht an manchen Stellen vereist. Witzig auf dem Weg dorthin die Hinweise das Grün nicht zu betreten, es sei frisch eingesät. Wenn ich dran denke, das in ca. vier Wochen die Skifahrer über genau dieses frisch gesäte Gras, nur getrennt von einer dünnen Kunstschneedecke, herbrettern... Aber was soll's.


Vom Schlappoldsee zur Schlappoldalp sind es noch ca. 15min.



Um 12.15 Uhr geht es hinein in die geheizte Stube, einen kleinen Imbiss und anschließend über die Fahrstraße hinab zum Schlappoldhöfle, weiter vorbei an der Laiter und dem Ringang.



Nur noch die Straße hinab zur Skiflugschanze Parkplatz und etwas zurücklaufen zum Auto.



Mit Pausen 6,5h. 18 km, ca 900 Höhenmeter hoch und wieder runter. Schön war's. Und im Sommer dann erneut, aber nicht direkt runter, sondern über den Söller und die Hochleite hinab.

Fröhliche Grüße
Bernd

Montag, 10. Oktober 2016

Meine Lieblingsalp im Nebel

Moin zusammen,

kaum im Urlaub angekommen führt der erste Weg hinauf auf die Richteralpe. Ca. 8 km und gut zwei Stunden führt der Weg über Fischen
Schöllang



und den Gaisalptobel


hinauf bis auf 1140m. Und dann dieser Anblick



Kein Rubihorn, kein Entschenkopf, selbst die Gaisalpe ist kaum zu erkennen. Dafür gibt es aber bei diesem Wetter eine gut holzofentemperierte Gaststube


 mit herrlich altem Interieur.

Und nach gebührend langer Aufwärmzeit bei lecker Essen und Trinken geht es dann beschwingt auf den Rückweg.



Mal sehen, ob beim nächsten Mal die Sicht besser ist.
Wir kommen wieder, keine Frage.

Fröhliche Grüße
Bernd
 

Und so grüßt das Allgäu ein letztes Mal in diesem Jahr

 
Moin zusammen,

nur kurz schauen die Berge am Tag hinter den dichten Wolken hervor. Mädlegabel, Trettachspitze oder Hochfrott sind noch gar nicht herausgekommen. Mal sehen, was die nächsten Tage bringen.

Fröhliche Grüße
Bernd

Sonntag, 14. August 2016

Übers Oytal zum Hahnenköpfle und über Gerstruben zurück

Moin zusammen,

heute geht es zum Hahnenköpfle. Eine Rundtour von Oberstdorf über das Oytal nach Gerstruben.

Morgens um 7.30 Uhr geht es los. 


Übers Trettachtal in den Hohenadl Weg um zum auf 1004 m gelegenem Oytalhaus zu gelangen.




Etwa 80min brauchen wir. Durch den Morgennebel ist die Luft noch recht frisch. Angenehmes Einlaufen also. Und das ist auch gut so, denn kurz hinter dem Oytalhaus zweigt der Weg sehr steil rechts ab. Man könnte es sich einfacher machen und den Weg außenherum gehen, aber der ist erstens länger und zweitens auf Dauer nicht minder steil. 200 Höhenmeter sind zu bewältigen, bis der 'normale' Anstieg erreicht wird. Hohe Tritte, einige glatte Wurzeln gibt es. Anspruchsvoll, aber nicht gefährlich.



Der normale Weg geht ebenfalls steil in die Höhe. Und plötzlich hört er auf und geht in einen kleinen Pfad über, der das kommende Plateau gemütlich überquert und letztlich an der Unteren Lugenalpe bei 1414 m ankommt. Jetzt im August ist sie nicht bewirtschaftet, lädt aber dank toller Terasse zum Verweilen ein. Und da der Akku nach diesem Anstieg aufgeladen werden muß nehmen wir das Angebot gerne an und nutzen den Hobo für einen frischen Kaffee. Knapp zwei Stunden haben wir für die 400 Höhenmeter gebraucht. Lange, aber nicht erledigt.




Mittlerweile ist auch die Sonne rausgekommen und schlägt erbarmungslos zu. Der Weg zur Oberen Lugenalp führt größtenteils über sonniges Terrain. Eine gute halbe Stunde dauerte es an dieser Alpe anzukommen. Und dort findet sich dann eine Alpe, die ursprünglicher nicht sein könnte. Das Schwein unterm Sonnenschirm, die Enten unter den Bierbänken, das Huhn scharrt neben der Hauswand.





Einmal zu Beginn des Sommers kommt der Hubschrauber mit allen wichtigen Lebensmitteln und vor allem auch dem Material für Zäune usw. Ansonsten wird alles zu Fuß hinaufgebracht. Sehr empfehlenswert die Lugenalpe. Übrigens, heute sind wir die ersten dort. Erst kurz nach uns kommen noch einige weitere Wanderer - allerdings von Gerstruben aufgestiegen.

Auch die schönste Pause hat ein Ende und weiter geht es zum Übergang nach Gerstruben. Eine knappe Stunde dauert es und von dort noch 5 min zum Gipfel des Hahnenköpfles.  Die letzten Meter dorthin sind etwas klettern. Nicht jeder mag das. Aber anspruchsvoll möchte ich es nicht nennen. Eine tolle Aussicht von dort oben. Nicht nur Richtung Nebelhorn mit seinem neu entstehendem Gipfelrestaurant, sondern auch die anderen Täler sind gut sichtbar. Ob Schneck oder Mädlegabel, alles da...




Nach dem obligatorischen Gipfelbucheintrag geht es zurück zur wartenden Frau und dann knapp zwei Stunden über matschige Wege hinab nach Gerstruben. Im dortigen Berggasthof (lecker, aber teuer) eine letzte Rast und es geht zurück zum Ausgangspunkt.






Insgesamt gut 16 km, 950 Höhenmeter hoch und wieder runter, das alles in gechillten 10 Stunden. Eine wunderschöne Tour findet sein Ende. Da waren wir nicht das letzte Mal.

Nachbetrachtung: für die Tour benötigt man eine gute Kondition, stramme Wadenmuskeln für den Anstieg, etwas Klettergefühl für die letzten Meter zum Hahnenköpfle und für den Abstieg dann Gefühl für rutschige Abstiege. Daher nicht unbedingt als nur leichte Tour einzuordnen, sondern eher für Fortgeschrittene.

Fröhliche Grüße
Bernd