Donnerstag, 4. August 2016

Rappenseehütte - eine tolle Tour

Moin zusammen,

nach vier Jahren sind meine Frau und ich mal wieder zur #Rappenseehütte gewandert. Morgens um kurz vor Acht ging es los vom Parkplatz in #Fastenoy . Die Preise dort sind innerhalb der vier Jahre von 2,50 EUR auf 4 EUR angestiegen. Oberstdorf weiss, wer die neue Skiflugschanze mitbezahlt :-(


Naja. Ist halt der Lauf der Dinge. Auf jeden Fall sind wir von dort gestartet.  4 3/4 Stunde sollen es laut Hinweisschild sein. Hinein gehen wir über Anatstein, Birgsau bis #Einödsbach.

 
Dort in den kleinen Tobel hinunter Richtung Rappenalptal.


Bevor wir den Bach queren geht es rechts ab Richtung #Petersalp . Zwei Stunden hat es bis hier gedauert. Eine Kaffeepause mit frischem Kaffee ist angesagt. Der Hobokocher ist einfach genial. 


Nach einer guten halben Stunde geht es weiter. Der gefühlt steilste Anstieg zur Enzianhütte beginnt. Ca. 500 Höhenmeter müssen überwunden werden. Traumhafte Ausblicke lassen die kurzen Pausen zum Genuß werden. 



Um 12.15 Uhr sind wir dann angekommen. Zwar zählt die #Enzianhütte bestimmt nicht zu meinen Lieblingshütten (wer braucht Sauna, Whirlpool, Openairkonzerte, Rucksacktransport undundund), aber nach dem Anstieg ist ein Weizen (natürlich alkoholfrei) dann doch eine willkommene Erfrischung - auch für 4,20 EUR.
 



Auch hier eine halbe Stunde entspannen und weiter geht es den letzten Anstieg zu bewältigen. Sanft schlängelt sich der Weg dahin. Immer unterhalb der Gemswände. Ein Schneefeld ist zu queren, eine kurze Strecke mit Seilversicherung. 



Mit Altschnee sollte man sich ein klein wenig auskennen, die Seilversicherung ist wirklich nur zur Vorsorge. Bei  Regen, Schnee oder sehr nassen Verhältnissen vielleicht. Unterschätzen sollte man den Weg aber nicht. Konzentration und Ausdauer sind hier gefragt. Leichtsinn wird, wie überall in den Bergen, oft schnell bestraft.
Um 14 Uhr erreichen wir dann die #Rappenseehütte



Gut sechs Stunden also incl. Pausen. Da sind wir rein von der Gehzeit her nur knapp über den 4 3/4 Stunden, die in Fastenoy angegeben waren. Respekt. Die Pause hier oben haben wir uns redlich verdient. Eindreiviertel Stunde lassen wir es uns auf der Terasse gutgehen. Lecker Essen und Trinken, nette Menschen, gute Gespräche. Bergsteigerherz, was willst Du mehr.




Da aber auch die schönste Zeit ein Ende nimmt und wir nicht wie die anderen auf der Hütte bleiben steht noch der Rückweg an. Nicht denselben Weg zurück, sondern über den Eselsweg hinab zur Schwarzen Hütte und dann das ganze Rappenalptal durch bis Fastenoy.





Kurz vor 18 Uhr erreichen wir die schwarze Hütte. 





Von dort dann ermüdendes Asphaltlaufen hinaus. Knapp 10km liegen vor uns. Zwei Stunden später sind wir glücklich, aber auch erschöpft wieder am Auto.

Fazit: 12 Stunden, 25 km, 1300 Höhenmeter hoch und auch wieder hinunter. Keine Blasen, etwas Sonnenbrand im Nacken und Muskelschmerzen. 

Jederzeit wieder!

Fröhliche Grüße
Bernd